Kurz vor der Mietenexplosion in Mitte – Grundeinkommen entschärft die Bombe

Ein Grundeinkommen dient in erster Linie dem sozialen Ausgleich zwischen Arm und Reich. Der erste Gedanke, bei solchen grundsätzlichen Statements zum Grundeinkommen ist immer der Ausgleich des Einkommens selbst. Also der HartzIV Empfänger, oder gar der leistungslose Obdachlose als das eine Extrem und Josef Ackermann oder die Aldi Brüder als das andere Extrem.

Selbstverständlich würde der soziale Ausgleich durch das Grundeinkommen genau diese Einkommensunterschiede abmildern, aber das Grundeinkommen gleicht noch auf andere vielfältige Weise soziale Ungleichheiten aneinander an. Eine dieser Angleichungen würde auf Regionen bezogen stattfinden, also sozusagen zwischen Hamburg als Stadt der Millionäre und Sachsen Anhalt und Mecklenburg Vorpommern als HartzIV Empfänger. Selbstverständlich ist das nur plakativ gemeint, aber tatsächlich gibt es in Hamburg zuviele Arbeitsoptionen für zuwenig Wohnraum und in Sachsen Anhalt und Mecklenburg gibt es zuviel Wohnraum für zuwenig Arbeitsplätze. In der Realität, ist es nun natürlich nicht so, dass in Hamburg alle von den Arbeitsplätzen profitieren, schliesslich kommen auch noch die Leute aus anderen Bundesländern und Ländern nach Hamburg um diese Jobs zu bekommen und machen das Wohnungsangebot noch knapper. In Mecklenburg Vorpommern profitiert genauso wenig jeder von zuviel Wohnraum. Schliesslich sind über 10 % der Menschen arbeitslos und erhalten entsprechend auch weniger Wohngeld von der ARGE.

Im Sinne vom allgemeinen Interesse wäre es also sinnvoll, wenn Menschen wegen dem günstigen Wohnraum nach Mecklenburg gehen würden um dort den deutschlandweit vorhandenen Wohnraum auch zu nutzen anstatt in Hamburg zu bauen. In Hamburg würde es quasi ebenso Sinn machen nicht noch mehr zu bauen, weil das letzlich wieder mehr unnötige Arbeit in Hamburg ansiedelt und entsprechend noch mehr Menschen nach Hamburg wollen. Bezahlen können es aber weiterhin nur diejenigen, die hier, in Hamburg, die gutbezahlten Jobs bekommen, während die Arbeitslosen hier aus ihren Vierteln vertrieben werden. Wenn das so weiter geht, dann explodiert die Mietensituation tatsächlich, auch wenn einige glauben die Mieten wären schon explodiert, der Trend geht noch weiter. Bumm!

Jetzt stellen Sie sich vor, alle hätten ein Grundeinkommen. Die Menschen in Sachsen Anhalt und in Mecklenburg hätten endlich genug Geld um in der Region zu bleiben, wenn sie denn möchten; Sogar noch besser, durch ein allgemeines Grundeinkommen ist es sogar lukrativ in der Region zu bleiben, weil die Mieten geringer sind. Das heisst, man hat noch mehr zum leben nachdem die Miete gezahlt hat als anderswo. Das heisst der erste Entschärfungsfaktor in Hamburg-Mitte wäre schon mal angewendet, der Zuzug senkt sich zumindest um die Leute, die hier her wollen, weil Sie glauben hier wäre alles besser, aber dennoch ohne konkreten Job hierher ziehen.

Weiterhin gibt es in Hamburg zahlreiche Leute, gerade junge Familien, die eigentlich gar nicht in der Stadt sein möchten, aber darauf angewiesen sind. Der oder die Jobs, mit denen sie den Lebensunterhalt für sich und die Familie verdienen können, die gibt’s nur in der Großstadt, außerdem ist nur hier eine Vollzeitbetreuung der Kinder möglich. Entweder sind diese Jobs gut bezahlt, so dass sie sich die hohen Miete im Zentrum momentan leisten. Diese Leute hätten die Chance den großzügigen Wohnraum in ländlichen Regionen wie Sachsen Anhalt oder Mecklenburg zu nutzen. Aber auch die Leute, die in Hamburg nur mit mittelmäßigen Jobs an den Stadtrand gedrängt werden, könnten sich dazu entscheiden, entweder zurück ins Zentrum zu gehen, oder aber eben denselben Schritt zu machen und raus aufs Land, wo sie bei gleichem Lebensstandard ihre sinnentfremdete Arbeit nicht mehr machen müssten. Dies würde wieder die Arbeit aus Hamburg vertreiben und Unternehmen müssten sich nach alternativen Regionen wie bspw. Sachsen Anhalt umschauen. Es würden also nicht nur zahlreiche Leute nicht nach Hamburg kommen und entsprechend nicht die Mieten treiben, es würden sogar Leute gehen und so für sinkende Mieten sorgen. Bombe entschärft!

Zur Verdeutlichung des ganzen kann man Hamburg auch durch Oslo ersetzen und Mecklenburg durch Tahiti. Der Anreiz mit dem gleichen Grundeinkommen erst einmal in Tahiti zu sein, wo man sich mit seinem Einkommen wesentlich mehr erlauben kann als in Oslo, ist überwältigend. Den Schritt machen auch Hochqualifizierte und sorgen so automatisch für Entwicklung in den schwächeren Regionen. Denn schließlich gibt es in Tahiti noch Arbeit während in Oslo nur noch Beschäftigung kreiert wird. Neben den Einkommen passen sich also auch die Mietpreise, die Entwicklungsstufen und letzlich durch die bessere Verteilung der Bevölkerung das Kulturangebot langsam an. Ein regelmäßiger Ausgleich, zwischen den Regionen, innerhalb des Gebietes wo das Grundeinkommen gezahlt wird. So sorgt man für mehr Zufriedenheit und letzlich mehr Frieden. Die Bomben werden dann zukünftig nicht mehr gelegt!

Grundeinkommen gegen Mietenwahnsinn!

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